Weniger Busverbindungen für Oberkrämer? Jetzt für Oberkrämers Mobilität einsetzen!
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Oberkrämer,
ob zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Bahnhof: Gute Busverbindungen sind für viele Menschen unverzichtbar. Der neue Nahverkehrsplan sieht für Oberkrämer deutliche Einschnitte vor. Noch bis zum 13. September 2026 können Sie Ihre Hinweise dazu einbringen.
Nutzen Sie dafür das Kontaktformular des Landkreises Oberhavel (Zum Formular). Ihre Hinweise werden gesammelt und dem zuständigen Ausschuss vorgelegt.
Was bedeutet der Entwurf für Oberkrämer?
Für Oberkrämer drohen mit dem vorliegenden Entwurf deutliche Verschlechterungen. Besonders kritisch ist die Streichung der Buslinie 814. Sie erfüllt heute eine wichtige Funktion für die Naherschließung mehrerer Ortsteile. Der Landkreis begründet Kürzungen unter anderem mit parallelen Bahnangeboten – die 814 verläuft dabei weitgehend parallel zur RB55.
Auch die stark nachgefragte Linie 800 soll deutlich eingeschränkt werden: An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist eine vollständige Umstellung auf Kleinbusverkehr geplant, abends werden Fahrten auf Kleinbusse verlegt oder gestrichen, und in den Ferien entfallen zusätzlich mehrere Tagesfahrten.
Beim 812er sieht es nicht besser aus: Auch hier sind Taktreduzierungen vorgesehen. Generell sollen Fahrten vor allem abends, am Wochenende und in den Ferien entfallen oder durch bedarfsgesteuerte Angebote ersetzt werden.
Eine weitere offene Frage ist der MOHVER: Der Landkreis plant zwar, den Rufbus bis 2031 im gesamten Kreis deutlich stärker einzusetzen. Für Oberkrämer ist MOHVER in der aktuellen Nahverkehrsplanung allerdings nicht berücksichtigt. Die Gemeinde lässt es zwar derzeit prüfen, aber ob, wann, wo und in welchem Umfang dieses Angebot tatsächlich zur Verfügung stehen wird, ist aktuell unklar und der Landkreis hat die Prüfung von Gemeinde Oberkrämer nicht berücksichtigt. Ein Rufbus auf Bestellung ist zudem nicht automatisch gleichwertig mit einer regelmäßig verkehrenden Buslinie.
Die RB55 ist aus unserer Sicht kein gleichwertiger Ersatz
Besonders problematisch ist deshalb die Argumentation, die RB55 als paralleles Mobilitätsangebot zu berücksichtigen. Denn die Realität zeigt: Die RB55 ist seit Jahren von Verspätungen und Ausfällen betroffen. Die MAZ bezeichnete sie wiederholt als eine der unzuverlässigsten Bahnlinien Brandenburgs und berichtete auch 2026 über wiederkehrende Ausfälle.
Gerade deshalb sollte die RB55 nicht ohne Weiteres als gleichwertiger Ersatz für eine Buslinie betrachtet werden, die die Ortsteile direkt erschließt. Der Entwurf selbst formuliert als Ziel einen zuverlässigen, flächendeckenden und gut vernetzten ÖPNV.
Oberkrämer braucht gute Verbindungen – heute und morgen
Oberkrämer wächst. Neue Wohngebiete und Arbeitsplätze entstehen, gleichzeitig sind viele Menschen täglich auf gute Verbindungen nach Oranienburg, Hennigsdorf, Velten und Berlin angewiesen. Ein attraktiver ÖPNV ist deshalb keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein wichtiger Teil der Zukunft unserer Gemeinde.
Oberkrämer soll auch künftig gut erreichbar sein – aus jedem Ortsteil, zu unterschiedlichen Tageszeiten und verlässlich.
Damit dieses Ziel im Nahverkehrsplan berücksichtigt wird, braucht es jetzt die Stimme der Einwohnerinnen und Einwohner. Schreiben Sie dem Landkreis, welche Verbindungen Sie benötigen und welche geplanten Kürzungen Sie kritisch sehen. Verweisen Sie möglichst konkret auf die betroffenen Linien und Ortsteile.
Nutzen Sie die Beteiligung bis zum 13.09.2026 – damit Oberkrämer auch in Zukunft mobil bleibt.
Link zum Kontaktformular: https://www.oberhavel.de/Bürgerservice/Kontakt/Kontaktdetails/…